«Das bestätigt für mich die Sinnhaftigkeit unserer Arbeit.»
Interview mit Yves Rhyn von der VEBO Genossenschaft zum gemeinsamen Projekt Kreislaufleuchten

Die VEBO übernimmt als leistungsorientierter Industrie- und Dienstleistungspartner mit sozialem Auftrag eine zentrale Rolle bei dem Pionierprojekt LumaUP, der ersten Kreislaufleuchte auf dem Markt. Die bestehenden Luma-Leuchten werden von den VEBO Mitarbeitenden mit viel Engagement umgebaut und fit für ein zweites Leben gemacht. Das Interview mit Projektleiter Yves Rhyn zeigt, wie soziale Integration, technisches Fachwissen und nachhaltiges Denken Hand in Hand gehen und warum genau diese Kombination ein starkes Zeichen für die Zukunft setzt.
Hallo Yves, schön dürfen wir heute bei euch in Grenchen sein. Erzähl mal: Wer ist die VEBO und was ist eure Mission?
Die VEBO Genossenschaft ist ein leistungsstarkes Industrie- und Dienstleistungsunternehmen mit sozialem Auftrag. Mit rund 1’900 Mitarbeitenden zählt die VEBO zu den grössten Arbeitgebern im Kanton Solothurn.
Wir engagieren uns mit grosser Überzeugung für die berufliche und soziale Eingliederung von Menschen mit einer Beeinträchtigung.
Ich persönlich arbeite im Bereich Produktion bei der VEBO Grenchen, mit dem Schwerpunkt Montage und elektronische Dienstleistungen.
Wie kam es zur Zusammenarbeit mit der Elektron?
Die Kontaktaufnahme erfolgte durch Peter Schwägli*, der in der Region Grenchen wohnhaft ist und die VEBO bereits kannte. Er wandte sich an meinen damaligen Vorgesetzten.
Gemeinsam mit Lukas Brauchli (Produktmanager Elektron AG) erhielten wir eine erste Einführung ins Projekt. In der Folge durften wir ein erstes Richtangebot einreichen. Kurz darauf ging das Projekt schnell in die praktische Umsetzung. Bereits in einer frühen Phase konnten wir, mit fachlicher Begleitung durch Lukas, die ersten Luma-Leuchten für das Pilotprojekt in der Gemeinde Grenchen umbauen.
*Anm.: Ehemaliger Geschäftsführer Licht Elektron AG
Gab es einen Punkt, an dem du dachtest: „Okay, das ist anspruchsvoller als gedacht“?
Wie so oft liegt die Herausforderung im Detail. Während des Projekts gab es verschiedene Momente, in denen ich dachte: Wie gestalten wir die Umsetzung? Ein Beispiel dafür sind die zwei Schnittstellen. Die Bohrungen sind bei jedem der drei Leuchtentypen an unterschiedlich Orten nötig. Dank der internen Möglichkeiten bei VEBO konnten wir jedoch spezifische Bohrvorrichtungen entwickeln und anfertigen lassen, wodurch der Prozess weitestgehend automatisiert werden konnte. Das zeigt deutlich einen der grossen Vorteile der VEBO: es bestehen unzählige interne Synergien und Kompetenzen, auf welche man zurückgreifen kann.
Wir haben die Mitarbeiter beim Umbau mit der Kamera begleitet:
Was war nötig, damit die Leuchten bei euch in der Schweiz in Grenchen umgebaut werden können?
Im Rahmen des Pilotprojektes mussten wir unsere Kompetenzen und Lösungsansätze unter Beweis stellen. Gemeinsam mit Support von Lukas durften wir die ersten Leuchten direkt bei uns in Grenchen umbauen und zur Begutachtung versenden – mit Erfolg.
In einem weiteren Schritt erhielten wir die Möglichkeit, unseren Arbeitsprozess sowohl Signify als auch Elektron direkt vor Ort zu präsentieren. Auch hier konnten wir mit gezielten Massnahmen überzeugen.
Qualität und Kundenzufriedenheit haben für uns höchste Priorität. Deshalb wird der gesamte Prozess laufend überprüft und gezielt weiterentwickelt.
Beeindruckend sind die Transportboxen mit den Holzhalterungen, die hier bereit stehen. Wie kam es dazu?
Auch im Bereich Transport konnten wir auf die internen Kompetenzen innerhalb der VEBO zurückgreifen: In Zusammenarbeit mit unserer Schreinerei am Standort Oensingen haben wir massgeschneiderte Vorrichtungen entwickeln und fertigen lassen, die passgenau in klassische Euro-Palettenrahmen integriert werden können.
Diese Lösung ermöglicht einen sicheren und platzsparenden Transport der verschiedenen Kreislaufleuchten. Aus unserer Sicht eine geniale Lösung: Die Vorrichtungen lassen sich einfach montieren und demontieren, sind langlebig und deutlich nachhaltiger als herkömmliche Kartonverpackungen.
Was macht dich besonders stolz?
Ich finde es nach wie vor absolut spannend, Projekte wie dieses gemeinsam mit meinem Team, unseren Mitarbeitenden, umsetzen zu dürfen. Es treffen so viele unterschiedliche Komponenten aufeinander: Menschen, Technik, Fachkompetenzen, Qualitätsanforderungen, Termine, ... Und trotzdem gelingt es uns, gemeinsam ans Ziel zu kommen.
Das bestätigt für mich die Sinnhaftigkeit unserer Arbeit und ist, ganz ehrlich gesagt, in meinen eigenen Worten 'einfach geil'.
Vielen Dank an Yves Rhyn und dem gesamten VEBO-Team für die grossartige Zusammenarbeit und die spannenden Einblicke hinter die Kulissen der Kreislaufleuchten.