Ein grosser Erfolg für die erste Académie éclairage in der Romandie!
Mehr als 50 Fachleute der öffentlichen Beleuchtung trafen sich am 29. Oktober 2026 im Olympischen Museum in Lausanne zur ersten Académie Éclairage in der Romandie. Ein Vormittag voller Entdeckungen, Austausch und Überlegungen zu den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen unserer Branche. Mit zahlreichen Fragen und Gesprächen, die beim Apéro dînatoire fortgesetzt wurden.
«L’important, c’est de participer.»
Mit diesem berühmten, durch Pierre de Coubertin bekannt gewordenen Zitat «Dabei sein ist alles.» eröffnete Yann Tâche (Vertriebsleiter Romandie, Elektron) die erste Académie éclairage, bevor er das Wort an Philippe Kleiber, Leiter des Geschäftsbereichs Licht bei Elektron, übergab.
Eine Anspielung auf den aussergewöhnlichen Rahmen des Olympischen Museums, aber auch eine Botschaft, die den Geist dieser Begegnung perfekt zusammenfasst: Die Zukunft der öffentlichen Beleuchtung entsteht nicht allein durch neue Technologien, sondern auch durch den Austausch und das Teilen von Erfahrungen unter Fachleuten.
Unser Team in der Romandie
Diese erste Ausgabe bot auch die Gelegenheit, das Elektron-Team zu treffen, das Kunden und Partner in der Romandie begleitet:

v.l.n.r. Manuela Vasallo Backoffice, Yann Tâche Leiter Vertrieb, Daniel Otter Produkte und Technik, der bald in den wohlverdienten Ruhestand geht, Paul Togni Leiter Projekte, Raquel Santamaria Verantwortliche Produkte und Technik
Rückblick: Die Referate
Luma UP: ein zweites Leben, made in Switzerland
Raquel Santamaria und Yann TâcheIn der Schweiz gibt es mehr als 100’000 Luma-Leuchten der ersten Generation, deren Gehäuse vielfach noch in einwandfreiem Zustand sind. Warum also alles ersetzen? Genau hier setzt Luma UP an: Das bestehende Gehäuse bleibt erhalten, während die technischen Komponenten, der Treiber und die LED-Module modernisiert und neue Funktionen wie Zhaga-Schnittstellen und der Service Tag integriert werden. Dieser Ansatz der Kreislaufwirtschaft verlängert die Lebensdauer der Anlagen und reduziert gleichzeitig ihre Umweltauswirkungen.
Eine weitere Besonderheit: Die Leuchten werden in der Schweiz aufbereitet, in den Werkstätten der sozialen Institution VEBO im Kanton Solothurn.
Mehr über KreislaufleuchtenDiese Präsentation symbolisierte auch die Stabübergabe zwischen Daniel und Raquel und damit die Fortführung der technischen Betreuung und der Smart-City-Lösungen in der Romandie.
Wie die beiden es ausdrückten:
«Eine Generation ersetzt die vorherige nicht.
Sie baut die nächste auf.»
Neue SLG-Richtlinie 401: das Wichtigste in Kürze
Paul TogniDie Lichtemissionen in der Schweiz haben sich seit 1994 mehr als verdoppelt. Angesichts dieser Entwicklung gibt die neue SLG-Richtlinie 401 Empfehlungen, wie die Begrenzung von Lichtemissionen in jeder Projektphase besser berücksichtigt werden kann – von der Planung bis zu den periodischen Kontrollen.
Paul Togni stellte insbesondere die neuen Anforderungen und deren konkrete Anwendung in Projekten der öffentlichen Beleuchtung vor. Bei Projekten, die vom BAFU geprüft werden, muss eine Überschreitung des in der Norm vorgesehenen Beleuchtungsniveaus um mehr als 10% neu begründet werden.
Lichtquellenverbot: Aufschub mit Ausnahmen
SLG – Gregory BartholdiAuch die regulatorischen Entwicklungen bei konventionellen Lichtquellen waren Thema einer Präsentation. Gregory Bartholdi, Vertreter der SLG, erläuterte insbesondere die bevorstehenden Fristen für Natriumdampf- und Halogen-Metalldampflampen.
Das ursprünglich für 2027 vorgesehene Importverbot dürfte vorbehaltlich bestimmter Ausnahmen nicht vor 2028 in Kraft treten. Zu diesen Ausnahmen zählen Natriumdampflampen mit einem Farbwiedergabeindex über 80 und einer Leistung von bis zu 105 W, für die die Frist auf den 24. Februar 2027 festgelegt ist.
Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Modernisierung bestehender Anlagen frühzeitig zu planen.
Energieeffizienz: eine Pflicht und eine Chance
BFE – Simone Marchesi und Stefan BormannDie neuen Anforderungen an die Energieeffizienz eröffnen auch interessante Perspektiven für Gemeinden und Netzbetreiber. Ab 2028 müssen grosse Stromlieferanten jährlich Energieeinsparungen in Höhe von 2% ihres Absatzes nachweisen.
Die Modernisierung der öffentlichen Beleuchtung kann im Rahmen der Massnahme BE-02 zu diesen Zielen beitragen, insbesondere wenn sie mit einem Lichtmanagementsystem kombiniert wird.
Eine Entwicklung, die den erzielten Energieeinsparungen einen neuen Wert verleiht und die Attraktivität von Sanierungsprojekten erhöht.
Ein Vormittag im Zeichen des Austauschs
Nach den Referaten wurden die Gespräche in geselliger Atmosphäre bei einem Apéro dînatoire fortgesetzt. Wer wollte, konnte den Tag zudem mit einem Besuch des Olympischen Museums verlängern – ein schöner Abschluss dieser ersten Ausgabe.
Ein herzliches Dankeschön an die mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nach Lausanne gekommen sind!
Wir danken auch unseren externen Referenten Gregory Bartholdi (SLG), Simone Marchesi und Stefan Bormann (BFE) herzlich für ihre Beiträge und das Teilen ihres Fachwissens.
Ein grosses Dankeschön gilt schliesslich dem gesamten Elektron-Team und allen, die auf der Bühne und hinter den Kulissen zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Diese erste Académie Éclairage in der Romandie markiert hoffentlich den Beginn einer schönen gemeinsamen Reise.
Denn auch wenn sich die Technologien weiterentwickeln, bleibt eines entscheidend: Indem wir unser Wissen und unsere Erfahrungen teilen, gestalten wir gemeinsam eine leistungsfähigere, verantwortungsvollere und nachhaltigere öffentliche Beleuchtung.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen bei einer nächsten Ausgabe!